Basel, Bisingen, Heidelberg, Witten, Hamburg!

Sechs Wochen sind vergangen, voller Ideen, Menschen, Sichtweisen, Herausforderungen, Erkenntnissen, Dankbarkeit, Informationen, Netzwerken und Projekten. BGE und Klimawandel, TransitionTowns-Bewegung und Foodsharing, psychologische Fragen und damit verbundene eigene innere Erforschungen – all das und noch viel mehr hat uns in den letzten zwei Wochen beschäftigt. Eines wird uns immer klarer: die Frage nach einer verantwortungsvollen Gestaltung unserer Zukunft ist unglaublich komplex und verlangt Aufmerksamkeit und vernetztes Denken in allen Lebensbereichen. Es scheint, als würde es ein niemals endender Haufen Arbeit sein, alleine um durchzublicken, geschweige denn Veränderungen einzuleiten. Aber es lohnt sich!

Six weeks of travel university have passed and they were full of ideas, nice people, sights of views, challenges, wisdom, greetings, information, Networking and interesting projects! UBI, Climachange, Transition-Towns and food-sharing was part of our way and so much more was in our mind over the last two weeks. For us, it is getting more and more obvious: the question of creating future in a responsible way is full of complex and interrelated fields and needs attentive focus on networking all different areas to find a synthesis.
It seems to be never ending hard work, but it is worth it!

Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?

In der Schweiz wurde diese Frage allen Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der direkten Demokratie von der BGE-Initiative gestellt. Wir waren beim großen Abstimmungsfinale in Basel dabei und haben die Verkündung der Ergebnisse live mitbekommen.
Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen der Initiative: 23,1%!
Mehr als jeder fünfte Schweizer ist für einen Versuch des bedingungslosen Grundeinkommens, und dass sogar auch in den konservativen ländlicheren Kantonen.
Die Initiative plant einen nächsten Anlauf, so wie es auch bei vielen anderen großen (und letztendlich erfolgreichen) Volksinitiativen in der Schweiz gelaufen ist.
Aber fast wichtiger scheint uns das internationale Echo zum BGE zu sein. Auf der ganzen Welt wird diskutiert, Umfragen und Feldstudien durchgeführt und eigenständige BGE Projekte der Bürger entwickelt. Von Finnland über Kanada, Holland oder Südamerika – überall wird das Konzept einer bedingungslosen Grundsicherung Thema.
Auch in Deutschland sollen laut einer Umfrage ganze 73% dafür sein und Plattformen wie „Mein Grundeinkommen„, „Sanktionsfrei“ oder „Wirtschaft für BGE“ fangen direkt an und feiern große Erfolge auch ohne den umständlichen Weg der politischen Bürokratie. Jeder kann direkt loslegen, auch ohne Spende, einfach um das Experiment auszuprobieren!Nach all der Aufregung und den vielen spannenden Kontakten gab es für uns dann ein paar Tage Pause und vorerst einen kleinen Abschluss unserer Forschungsreise zu alternativen Wirtschafts- und Finanzmodellen. Ein zusammenfassender Blogeintrag über unsere Ergebnisse ist in Arbeit.
In den nächsten zwei Monaten wollen wir nun den Fokus auf eines der drängendsten Themen unserer Zeit legen: den Klimawandel. Erste Diskussionen und Recherchen zur Dringlichkeit und Folgen hierzu haben uns schon ziemlich mitgenommen und vor einige innere Herausforderungen gestellt. Wie kann man es schaffen, die Augen nicht mehr zu verschließen und trotz allem seine eigene Kraft und Zuversicht zu bewahren? Auch solcherlei Fragen sind wichtiger, wenn nicht sogar grundsätzlicher, Teil unserer Forschungen. Bei Tobi und seiner tollen WG haben wir ein wenig Entspannung gefunden und gleichzeitig Hoffnung schöpfen können. Neben tollen Gesprächen haben wir auch die TransitionTowns-Bewegung kennen lernen können, über die unser letzter Blogeintrag schon ausführlich berichtet.
Der Film „How to change the world“ über Greenpeace hat interessante Einblicke über die Organisation von solch großen Institutionen und zeigt direkte Ansätze zu Projekten in Ökologie und Nachhaltigkeit, die wir uns näher anschauen möchten. Auch ähnliche Organisationen interessieren uns! Wenn ihr Kontakte habt oder irgendwo Mitglied seid, meldet euch bitte bei uns.Wichtig zu erwähnen sind auch unsere dutzenden tollen Tramp-Gespräche, die uns immer wieder inspirieren, fordern, hinterfragen lassen, neue Sichtweisen aufzeigen und uns voranbringen. Danke allen, die uns mitnehmen! Ihr seid großartig und ohne euch würde in vielen Bereichen unsere Reise nicht funktionieren, DANKE!Nach einem Zwischenstopp in Hamburg in unserer eigenen WG ging es nach Berlin, wo Rea eine Urlaubsreise mit der Lebenshilfe Berlin macht, um beeinträchtigte Menschen zu unterstützen und ein bisschen Geld zu verdienen. Noch können wir uns nicht voll und ganz der Reise und der Erforschung der Weltrettung verschreiben… 😉 Also bin ich (Johannes) die nächsten zwei Wochen allein unterwegs, versuche euch aber trotzdem auf dem Laufenden zu halten.

Liebe Grüße von der ReiseUni, heute aus Berlin
Euer ReiseUni-Team Rea und Johannes

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