Je näher Du Dir selbst bist, umso näher kannst Du auch anderen sein“.

 

Hallo ihr Lieben!

Ich bin Eileen, 21 Jahre alt und die Diagnose steht fest:
Ich bin chronisch wissensdurstig!

Gerade zurückgekehrt aus meinem Auslandssemester in Granada besuchte ich wenige Tage später ein Orientierungstreffen der ReiseUni und habe danach entschlossen, mich diesem Projekt anzuschließen, denn:

Die ReiseUni bedeutet für mich, aktiv und eigenständig meinen eigenen Interessen nachzugehen und dabei die volle Gestaltungsmöglichkeit selbst in der Hand zu haben, dies wiederum ist ein Inbegriff von Freiheit! Diese Aufgabe ist sehr vielfältig und ich befinde mich noch am Anfang, aber gerade die Herausforderung lockt ungeahnte Potentiale in mir.

Meiner Meinung ist es gerade für meine Generation wichtig, die positive Wirkung (und aber auch die Verantwortlichkeit!) des eigenen Handelns kennenzulernen, anstatt sich von den riesigen, scheinbar unlösbaren Problemen lähmen zu lassen, welche einem täglich in den Medien präsentiert werden.

Sehr stark verankerte Glaubenssätze (z.B. die Verbindung von Leistung und gesellschaftlicher Anerkennung) hindern uns leider sehr oft daran, uns selbst so anzunehmen wie wir sind und die Stärken, vor allem aber die Schwächen, zu lieben, weil genau das unsere ganz eigene, unverwechselbare Persönlichkeit ausmacht.

In meinem Leben ging es bisher oft darum, den Schein zu wahren, auch wenn dieser nicht im Geringsten der Realität entsprach. Dabei bin ich der festen Überzeugung, dass wir alle uns im Mensch-Sein viel ähnlicher sind, als vielerorts geglaubt. Wir alle stellen uns ähnliche, existenzielle Fragen, auch wenn sie oft nicht ausgesprochen werden: „Welche Tätigkeiten könnten meinem Leben einen Sinn verleihen und wie kann ich wirken?“

Diesen Fragen möchte ich nun endlich viel mehr Beachtung schenken und möchte mich deshalb auf Reise begeben, innerlich und äußerlich.

Meine Interessen

Ich habe mich für ein Biologie Studium entschieden, weil die Faszination für die Natur mich oft über die Schönheit und die Komplexität der natürlichen Prozesse staunen lässt. Aktuell befinde ich mich gerade in der Endphase dieses Studiums, allerdings merke ich nun immer mehr, dass es mich dauerhaft nicht zufriedenstellt. Das liegt vor allem daran, dass ich sehr breit gefächerte Interessen habe, die über die naturwissenschaftliche Basis hinausgehen. Dazu gehört das Interesse an Gesellschaftsprozessen, Gemeinschaftsbildung, Philosophie, Lebenskunst und der Psychologie menschlichen Verhaltens.

Wichtig ist auch, dass ich mir gerne Bereiche erschließen möchte, deren Türen mir bisher verschlossen blieben, wie zum Beispiel künstlerisches Gestalten, das Ausüben praktischer Fähigkeiten und spirituelle Erfahrungen . Ich möchte mich immer wieder ausprobieren und neu definieren, neue Wege testen (auch Holzwege) und mich entwickeln, indem ich Grenzerfahrungen mache. Diese persönliche Entwicklung war und ist aufgrund des hohen Leistungsdrucks während des Studiums kaum möglich. Traurig ist auch, dass mein Wissensdurst aufgrund hoher Belastung sehr geschwächt wurde und das Wort „Lernen“ in meiner Generation fast ausschließlich in negativer Konnotation verwendet wird, obwohl Lernprozesse doch so wichtig sind und sehr viel Spaß machen können.

Katze
So ungefähr fühle ich mich, wenn ich Dinge lernen kann, die mich wirklich interessieren oder Menschen treffe, die mich wirklich inspirieren – Etwas Wunderschönes!

Ich möchte ich mich gerne damit beschäftigen, welche Grundpfeiler in der Gesellschaft und in menschlichen Glaubenssätzen eine Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Lebensweise bis heute so beschwerlich machen, obwohl doch das Wissen um den Stand unseres Planeten und der sozialen Ungerechtigkeit abrufbar und verständlich ist und wie sich diese starren Verhältnisse auflockern lassen! Ich möchte herausfinden, welche Voraussetzungen für Glück und Zufriedenheit gegeben sein müssen und ob diese nicht mit einer ökologischen Lebensweise und funktionierenden Beziehungen viel besser erreicht werden können. Nachhaltigkeit macht Spaß! Dafür sind sicher einige Perspektivwechsel notwendig, doch ich habe das Vertrauen in die Menschen, dass hier nicht nur von einer belanglosen Utopie die Rede ist.

Mein Studiengang

Mein erarbeiteter Studiengang trägt momentan den Titel: „ Von Innen Heraus Wirken“ und ist auf mehreren Grundpfeilern aufgebaut:

Sehr groß möchte ich das Wort Authentizität schreiben, denn in meinem Studiengang dreht es sich viel um ehrliche Kommunikation und somit um ein authentisches Miteinander. Ich möchte verstehen, wie sich Beziehungen von innen heraus und mit Liebe gestalten lassen und welche Möglichkeiten es gibt, jedem den Raum zu geben, sich mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen frei zu entfalten. In diesem Zug möchte ich mir gerne Gemeinschaften anschauen, die schon jetzt versuchen, entgegen dem üblichen Konkurrenzverhalten, ihr Fundament auf Kooperation und Verständnis zu setzten und von ihnen lernen.

Ein weiterer Pfeiler ist für mich die Beschäftigung und die Entfaltung meiner eigenen Persönlichkeit. Dabei geht es mir vor allem darum, dem Begriff Selbstliebe näher zu kommen, indem ich Scheitern willkommen heiße, meine Glaubenssätze hinterfrage und Kreativität zulasse. Außerdem möchte ich lernen, mit Konflikten richtig umgehen zu lernen, anstatt sie zu vermeiden. Ganz wichtig ist für mich außerdem, meine Abhängigkeit von der Meinung anderer zu reduzieren und mehr Mut zu haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie „ungewöhnlich“ sein mögen!

Langfristig möchte ich mich dem letzten Wort des Titels annähern, dem „Wirken“. Ich möchte in meinem Leben sinnvoll wirken und mich einbringen, allerdings weiß ich bisher noch nicht wie, wann und wo, in welcher Form kann ich meine Talente am besten einsetzen? Ich möchte gerne Menschen erreichen und an Fundamente von Problemen stoßen. Andererseits ist es mir ebenfalls wichtig, nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch helfen zu können. Es ist mir bewusst, dass ich als einzelner Mensch nicht dazu in der Lage bin, die Welt zu retten. Doch ich möchte am Ende meines Lebens sagen können, dass ich aktiv mitgewirkt habe, den Weg dorthin zu ebnen. Ich möchte einigen Menschen geholfen und sie ein Stück glücklicher machen haben.

Zum Schluss möchte ich gerne einige Sätze mit euch teilen, die mich motivieren – Sie sind während eines ReiseUni- Treffens entstanden und lauten so:

Du darfst dich ausprobieren.
Stehe zu dir und deiner Leidenschaft.
Niemand dankt dir, dass du alle Regeln befolgt hast.
Beginne jetzt, du hast nur ein Leben
Eileen Erde

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