[Nils]
Hallo Menschen!
Heute möchte ich euch von meinem letzten halben Jahr mit der ReiseUni berichten. Ich bin beeindruckt, wie viele verschiedene Orte und Projekte ich besucht habe, das hätte ich nicht gedacht. Los geht’s!

Bauwoche Feld-Wald-und-Wiesen-Schule
Die Feld-Wald-und-Wiesen-Schule in Groß Fredenwalde kannte ich von meiner Kindheit, mit der Schule war ich dort und es war immer sehr schön. In der Bauwoche lernte ich die neuen Betreiber kennen, 3 junge Menschen aus Berlin, die in die Uckermark gezogen waren, um das Leben auf dem Land zu gestalten. Großartig! Ich half mit, einen Zaun zwischen Garten und Zeltwiese zu bauen, lernte neue Menschen kennen und hatte eine schöne Zeit.

Tadelakt Workshop in Greifswald
Anfang März kam ein befreundeter Handwerker aus Greifswald auf mich zu. Er fragte, ob ich gerne einen Tadelakt Workshop bei ihm machen möchte. Na klar wollte ich! Der Hintergrund war, dass er bald einen Tadelakt Kurs für Auszubildende geben wird, und vorher gerne einmal testen möchte, ob der Kurs in der Praxis auch so funktioniert. So kam es, dass ich Mitte März drei Tage lang in die Geheimnisse des Tadelakt eingeführt wurde. Tadelakt ist ein verseifter Kalkputz der bei richtiger Ausführung wasser-undurchlässig ist. Tadelakt ist eine hervorragende Möglichkeit, Flächen in Küche und Bad zu gestalten, man kann sogar Waschbecken und Badewannen mit Tadelakt verputzen.
Sehr beeindruckend!

Makerblitz Nieklitz
Wir bauen Zukunft! Darum geht es in Nieklitz, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Ein genossenschaftlicher Zusammenschluss hat im Sommer 2016 ein altes Parkgelände gekauft und gestaltet dies nun zu einem Projekt-, und Seminarort um. Ich war dort zum „Makerblitz“, das bedeutet:
Viele Menschen kommen an einem Wochenende nach Nieklitz, arbeiten zusammen und schaffen sehr viel, danach reisen alle wieder ab. In den drei Tagen dort haben wir Zäune abgerissen, Müll eingesammelt und sind mit dem Elektro-Schlepper über das Gelände gedüst. In Nieklitz soll auch ein Earthship entstehen.
Da werde ich auf jeden Fall dabei sein!

Lehmbau in Dresden
Den ganzen April war ich mit Valentin und Julia, zwei Kommilitonen, auf einer Lehmbaustelle bei Dresden. Darüber gibt es schon einen ausführlichen Artikel. Ich möchte noch hinzufügen, dass es viel Spaß gemacht hat und ich viel über Lehm und Lehmbau gelernt habe. Danke Valentin und Julia für die schöne Zeit!

FahrradBus in Lüneburg
Ich habe den FahrradBus im Sommer 2016 kennengelernt und war sofort begeistert. Eine Möglichkeit, mit bis zu sechs Menschen zusammen auf einem Fahrrad zu fahren, koppelbare Module mit Plätzen für zwei Menschen, und dazu noch ein Liegerad? Das alles vereint der FahrradBus. Ich besuchte das FahrradBus-Team in Lüneburg und machte den FahrradBus-Führerschein, der seitdem seinen Platz neben meinem Auto-Führerschein eingenommen hat.

Move Meta liebt dich
Ein Wochenende lang war ich mit fünfzig Menschen im Unperfekthaus in Essen, es gab verschiedene Workshops und Angebote. Organisiert wurde es von Move Meta, einer Bewegung für Selbstliebe, um dieses Thema drehte sich das Wochenende viel. Die meiste Zeit habe ich mich mit spannenden Menschen unterhalten. Als ich beiläufig erwähnte, dass ich schon seit zwei Jahren ohne Wohnung unterwegs bin, waren die Augen und das Interesse groß und ich fand mich auf einmal auf einer Bühne vor einem Mikrofon wieder und erzählte aus meinem Leben. Das war eine neue Erfahrung für mich, ich war aufgeregt, und auch geehrt durch die vielen Zuhörer. Danke dafür!

Move Utopia
Eine Woche war ich auf dem Geländer des Fusion Festivals, dort fand im Juni ein großes Vernetzungstreffen statt, das Move Utopia. Es waren eintausend Menschen aus verschiedensten Kontexten dort. Ich traf Menschen von Move Meta, von living utopia, lernte die Permakultur kennen und schlussendlich traf ich Mitstudenten von der ReiseUni! Das Essen gab es von Foodsharing, es wurde fleißig gezeltet und vernetzt.

Bauen in der Uckermark
Auf dem Move Utopia gab es eine Vernetzungsplattform, die Flake. Dort fand ich ganz analog einen Zettel, auf dem in großen Buchstaben stand: „Kompostklo Workshop Uckermark“. Darauf meldete ich mich sofort und eine Woche später baute ich zusammen mit einem Experten ein Kompostklo. Nun weiß ich, was es alles zu beachten gibt beim Bau, was „Doppelkammersystem“ bedeutet und wie man einen stabilen Holzrahmen baut. Ich weiß jetzt schon, dass ich diese Erfahrung später einmal anwenden kann, spätestens wenn ich mein eigenes Kompostklo baue.

Hier endet mein Bericht vom ersten halben Jahr mit der ReiseUni.
Auf in das nächste halbe Jahr!
Utopische Grüße, Nils

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